Jede Buchung wird in einzelne Nächte zerlegt. Jede Nacht bekommt den Satz, der an diesem Datum gilt, und fällt in den Meldemonat, in dem sie beginnt. Das Entgelt wird gleichmäßig auf die Nächte verteilt — bei stark schwankenden Nachtpreisen ist das eine Näherung.
Angewendete Schlüsselzahlen der Stadt Wien auf den Betrag inklusive enthaltener Ortstaxe:
Bemessungsgrundlage: § 12 WTFG nennt als Abzüge nur die Umsatzsteuer und das Frühstück im ortsüblichen Ausmaß (bis 30.06.2026 zusätzlich den 11 %-Pauschalabzug). Eine Reinigungsgebühr ist nicht abzugsfähig — das BFG hat am 23.04.2024 zu RV/7400107/2023 entschieden, dass die Endreinigung als Nebenleistung zum Aufenthalt gehört (Amtsrevision anhängig). Ebenso wenig abzugsfähig ist die einbehaltene Airbnb-Servicegebühr, weil es auf das ankommt, was der Gast aufwendet, nicht auf die Auszahlung. Ohne hinterlegte UID stellt Airbnb Ireland 20 % österreichische Umsatzsteuer auf die Gebühr in Rechnung, der Abzug von der Auszahlung beträgt dann 3,6 % statt 3,0 %. Auf die Bemessungsgrundlage der Ortstaxe hat das keinen Einfluss — nur darauf, wie weit von der Auszahlung auf das Entgelt hochgerechnet werden muss.
90-Tage-Zähler: Die Wiener Bauordnung erlaubt seit 1. Juli 2024 eine kurzfristige Vermietung von höchstens 90 Tagen pro Kalenderjahr ohne Ausnahmebewilligung nach § 129 Abs. 1a BO — und das nur außerhalb einer Wohnzone und ohne Aufgabe des Wohnsitzes in der Wohnung. Als Richtwert für „kurzfristig“ nennt die Stadt 2 bis 30 Tage, deshalb zählt das Tool Aufenthalte bis 30 Nächte voll, Aufenthalte darüber bis 3 Monate separat als Graubereich, längere gar nicht. Doppelt belegte Tage werden nur einmal gezählt. Ob Nächte oder belegte Kalendertage die richtige Zählweise sind, ist nicht eindeutig geregelt — im Zweifel die strengere wählen.
Stornierte Buchungen werden übersprungen. Aufenthalte über mehr als drei Monate ununterbrochen sind befreit und werden mit 0 ausgewiesen. Frühstück, Reinigung und andere gesondert verrechnete Leistungen gehören nicht in die Bemessungsgrundlage — die stecken in der Airbnb-Spalte „Einkünfte“ aber drin, wenn du sie als Gebühr verrechnest. Rundung erfolgt kaufmännisch auf Monatsebene.